In meiner therapeutischen Arbeit betrachte ich Sucht als Symptom. Als ein Symptom das ist, wie viele andere Symptome auch. Nur mit stärkeren Langzeitfolgen und einem stärkeren Eigenleben. Und Symptome entstehen nicht zufällig.
Symptome weisen darauf hin, dass etwas innerlich nicht verarbeitet, nicht integriert oder nicht lösbar war. Sie sind keine eigenständigen Phänomene, sondern Ausdruck eines tieferen, zugrundeliegenden Problems.
Ursache von Sucht statt Betrachtung auf der Verhaltensebene
So wie jedes andere Symptom hat Sucht eine Ursache. Sie entsteht nicht isoliert und grundlos, sondern im Zusammenhang mit inneren Zuständen, die über lange Zeiträume hinweg nicht anders bearbeitet oder bewältigt werden konnten.
Die Sucht selbst ist dabei nicht das ursprüngliche Poblem, sondern die sichtbare Ebene eines tieferliegenden Zusammenhangs.
Wie sich Sucht entwickelt
Sucht entwickelt sich dort, wo bestimmte innere Zustände immer wieder auftreten und als nicht lösbar und nicht gut ertragbar erlebt werden. Der wiederholte Einsatz einer Substanz oder eines Verhaltens verändert oder erleichtert diese Zustände kurzfristig. Zunächst entsteht so das Gefühl, „die Lage unter Kontrolle zu haben“ und Einfluss auf die Situation nehmen zu können.
Der Einsatz des Suchtmittels oder das Ausüben des süchtigen Verhaltens vermittelt im ersten Moment das angenehme Gefühl von Handlungsfähigkeit und Macht über das eigene Leben und Erleben.
Fatalerweise führt dieses Gefühl in sehr direkter Linie und oft auch schnell in die genau gegenteilige Situation: Abhängigkeit bedeutet Ohnmacht, Hilflosigkeit und Kontrollverlust
Denn: Mit der Zeit verfestigt sich – mal schneller, mal langsamer – dieser Zusammenhang und andere Formen der Regulation treten in den Hintergrund.
Langzeitfolgen, Sekundärschäden und Eigendynamik
Bleibt dieser Zustand bestehen, entwickelt sich ein Eigenleben. Was ursprünglich als Lösungsversuch begonnen hat, wird selbst zum Problem. Es entstehen Langzeitfolgen und Sekundärschäden – psychisch, physisch und sozial.
Diese Folgeschäden wiederum verändern die inneren Zustände, aus denen die Sucht entstanden ist. Der Zusammenhang verstärkt sich und die Abhängigkeit stabilisiert sich selbst.
Spätestens ab diesem Punkt ist das Suchtverhalten nicht mehr nur Reaktion, sondern Teil des Problems, das behandelt werden muss.
Therapeutischer Ansatz bei Sucht in meiner Praxis
Nicht gegen den Fehler (die Sucht), sondern für das Fehlende (Paul Moor)
Aus diesem Verständnis heraus arbeite ich therapeutisch nicht schlicht gegen die Sucht. Eine rein auf das Suchtverhalten ausgerichtete Behandlung kann kurzfristige Veränderungen und Verbesserungen bewirken, greift jedoch zu kurz, solange die zugrundeliegende Ursache bestehen bleibt.
Meine Therapie setzt deshalb nicht entweder oder, sondern parallel an: An der Ursache und am Suchtverhalten.
Während die zugrundeliegenden – oft sehr frühen – Themen bearbeitet werden, werden gleichzeitig alternative Formen der Bewältigung und Problemlösung erarbeitet und erlernt. So entsteht schrittweise innere Stabilität dort, wo zuvor Kompensation notwendig war.
Multimodal und parallel
Sowohl bei der Reduktion des Suchtdrucks, als auch bei der Aufarbeitung und Bearbeitung der ursächlichen Faktoren setze ich EMDR ein. So können fest verankerte neuronalen Verknüpfungen verändert werden, die das Suchtverhalten über lange Zeit verursacht und aufrechterhalten haben.
Ziel ist also weder Kontrolle, noch Unterdrückung der Sucht.
Ziel ist, dass das Suchtverhalten seine Notwendigkeit verliert, weil die tiefen Gründe dafür weggefallen sind.
Eine multimodale therapeutische Herangehensweise ermöglicht diese parallele Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen.
Für mehr Informationen oder Interesse an einem ersten Gespräch oder Therapieplatz erreichen Sie mich jederzeit telefonisch und über WhatsApp unter 0157 30969969 oder per mail unter brands.carolyn@gmail.com
In meinem Podcast Inside Therapie finden Sie viele weitere Infos und können Patienten hören, die von ihrem Weg zum Therapieerfolg berichten
Spezielles Therapie-Format:
Es besteht auch die Möglichkeit, Ihr Thema in einer Kompakt-Therapie zu behandeln. In wenigen Tagen intensiver Behandlung erreichen sie in angenehmer Wohlfühlatmosphäre deutliche Erfolge, die sonst Wochen oder Monate benötigen würden. Terminstress und Alltags-Themen bleiben außen vor und Sie können unabhängig vom Therapieangebot an Ihrem Heimatort meinen besonderes Therapiekonzept in Anspruch nehmen!
