Panikattacken – wirksame Therapie an den Ursachen

Panikattacken gehören zu den intensivsten Angstzuständen, die Menschen erleben können. Sie treten plötzlich auf, überwältigend, oft scheinbar ohne jeden Anlass. Betroffene erleben massive körperliche Symptome und verlieren in diesen Momenten das Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Handlungsfähigkeit komplett.

In sehr vielen Fällen enden Panikattacken zunächst in Notaufnahmen oder beim Notarzt, da sich die Symptome wie ein akuter medizinischer Notfall anfühlen. Organisch lässt sich dann aber keine Ursache finden und Ärzte formulieren spätestens nach dem zweiten Mal, dass es sich wahrscheinlich um eine Panikattacke gehandelt hat. Damit beginnt dann die eigentliche Belastung: die Angst vor der Angst, die Angst vor der nächsten Attacke. Es entsteht eine permanente innere Alarmbereitschaft und Erwartungsangst mit einer zunehmenden Einschränkung des Alltags.

Panikattacken entstehen nicht zufällig

Panikattacken – das haben Sie sicher längst selbst gegoogelt – entstehen nicht grundlos. Sie sind keine isolierte Fehlreaktion des Körpers. Sie sind Ausdruck eines Nervensystems, das über längere Zeiträume hinweg unter innerer Überforderung gestanden hat und schließlich mit einem massiven Alarm reagiert.

Dabei geht es nicht um einzelne belastende Situationen, sondern um tieferliegende Kontexte: um anhaltende innere Spannungssysteme (die wiederum auch eine Ursache haben), nicht verarbeitete (überfordernde) Erfahrungen oder dauerhaft erhöhte innere Anforderungen (die ebenfalls wieder eine tief verankerte Ursache haben). Die Panikattacke ist also nur die Spitze eines Eisbergs und nur der sichtbar werdende Teil des eigentlich tieferen Problems.

Emotionale Ebene: Ursachen statt Kontrolle

Psychotherapeutisch betrachtet haben Panikattacken immer eine meist sehr lange individuelle Vorgeschichte. Diese reicht teilweise zurück bis in die Kindheit und ist den Betroffenen oft überhaupt nicht bewusst zugänglich. Entscheidend ist somit nicht, in welcher Situation und durch welche Auslöser die Panikattacken auftreten – sondern warum und wie das innere System in einen Ausnahmezustand geraten ist.

Eine ursachenorientierte Therapie in meiner Praxis zielt daher nicht darauf ab, Panikattacken „abzuschaffen“, zu unterdrücken, zu kontrollieren oder noch schlimmer: Ihnen Skills an die Hand zu geben, um, sie besser durchstehen zu können.

Vielmehr ist das Ziel, die zugrundeliegenden inneren biografischen Zusammenhänge und Muster zu erkennen, zu bearbeiten und zu verändern. Denn erst wenn diese Ursachen bearbeitet sind, verliert die Panikreaktion ihren Sinn als Alarmfunktion.

Neurobiologische Ebene: ein System außer Kontrolle

Neurobiologisch betrachtet, handelt es sich bei Panikattacken um eine extreme Aktivierung des autonomen Nervensystems. Das zu unserem Schutz vor externen Gefahren existierende Alarmsystem reagiert plötzlich, unkontrolliert und unverhältnismäßig stark. Diese Reaktion läuft vollkommen automatisiert ab und entzieht sich vollständig dem bewussten Zugriff.

Deshalb lassen sich Panikattacken auch nicht alleine durch gute Gespräche, Einsicht, Logik oder Willenskraft beeinflussen. Auch alle rein symptomorientierten Interventionen greifen zu kurz, wenn sich das autonome Nervensystem bereits verselbständigt hat. Eine wirksame Therapie muss auch auf der Ebene ansetzen, wo diese Alarmmuster entstanden sind.

Therapeutischer Ansatz in meiner Praxis

In meiner Praxis behandle ich Panikattacken deshalb nicht isoliert, sondern unter Berücksichtigung beider Faktoren: den psychologisch-emotionalen und den neurobiologischen. Parallel setze ich auf beiden Ebenen an:

  • Auf der neuronalen Ebene, auf der sich Panik als automatisierte Alarmreaktion auf bestimmte Auslöser etabliert hat
  • Auf der psychotherapeutischen Ebene, auf der die individuellen Hintergründe, Muster und Zusammenhänge aufgespürt und bearbeitet werden

Methoden wie EMDR und hypnotherapeutische Verfahren ermöglichen eine Verarbeitung genau auf der Ebene, auf der Panikattacken entstehen und aufrechterhalten werden. Sie greifen dort, wo Gespräche und kognitive Strategien nicht mehr hinkommen. Ergänzend werden weitere therapeutische Verfahren sinnvoll eingebunden – je nach Ihrem individuellen Bedarf.

Ziel der Therapie bei Panikattacken

Ziel der Therapie ist also nicht Kontrolle, Vermeidung oder leben zu lernen mit den Panikattacken. Ziel ist es, das Nervensystem zu stabilisieren und die inneren Faktoren so zu verändern, dass Panikattacken nicht mehr notwendig werden und das System sich insgesamt stabilisiert.

Panikattacken sind gut behandelbar – vorausgesetzt, die Therapie setzt an den richtigen Stellen an.

Für mehr Informationen oder Interesse an einem ersten Gespräch oder Therapieplatz erreichen Sie mich jederzeit telefonisch und über WhatsApp unter 0157 30969969 oder per mail unter brands.carolyn@gmail.com

In meinem Podcast Inside Therapie finden Sie viele weitere Infos und können Patienten hören, die von ihrem Weg zum Therapieerfolg berichten

Spezielles Therapie-Format:

Es besteht auch die Möglichkeit, Ihr Thema in einer Kompakt-Therapie zu behandeln. In wenigen Tagen intensiver Behandlung erreichen sie in angenehmer Wohlfühlatmosphäre deutliche Erfolge, die sonst Wochen oder Monate benötigen würden. Terminstress und Alltags-Themen bleiben außen vor und Sie können unabhängig vom Therapieangebot an Ihrem Heimatort meinen besonderes Therapiekonzept in Anspruch nehmen!