EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich fundierte psychotherapeutische Methode, die gezielt dort ansetzt, wo Symptome entstehen: in der Verarbeitung belastender Erfahrungen im Gehirn.
Sie wird inzwischen nicht nur bei Traumafolgestörungen eingesetzt, sondern hat sich in der Behandlung von Ängsten, Panikattacken, Zwängen, Depressionen, Psychosomatischen Beschwerden, chronischen Schmerzen, Essstörungen und stressbedingten Symptomen als hochwirksam erwiesen.
EMDR, ursprünglich im klinisch-schulmedizinischen Kontext entwickelt, ist heute eine international anerkannte, gut erforschte Methode mit klar belegter Wirksamkeit.
Wie EMDR wirkt
Belastende Erfahrungen – akute oder langandauernde Überforderung, Ohnmacht, Kontrollverlust oder anhaltender Stress – können im Gehirn so gespeichert werden, dass sie nicht vollständig verarbeitet werden.
Diese unvollständige Verarbeitung zeigt sich später in Form von Symptomen: Angstreaktionen, Panik, Zwang, innere Daueranspannung, depressive Zustände, körperliche Symptome und Beschwerden.
EMDR ermöglicht eine Neuorganisation neuronaler Verknüpfungen. Durch die gezielte bilaterale Stimulation werden genau jene Netzwerke aktiviert, in denen belastende Informationen isoliert, fragmentiert oder dauerhaft alarmisierend gespeichert sind. Das Gehirn kann diese Informationen neu integrieren und aktualisieren.
Veränderung entsteht dabei nicht durch Einsicht, Willenskraft oder bewusstes Nachdenken.
EMDR bewirkt Veränderung durch neuronale Umstrukturierung.
Was die EMDR Therapie ermöglicht
Durch diese neuronale Neuorganisation verlieren psychisch oder physisch belastende Erfahrungen ihre unmittelbare emotionale und körperliche Wirkung. Erinnerungen bleiben als Fakten verfügbar, lösen aber keine automatisierten Alarmreaktionen mehr aus. Das Nervensystem kann sich stabilisieren, weil frühere Überforderungszustände nicht mehr ungebremst in die Gegenwart hineinwirken.
Das ist der entscheidende Unterschied zu rein symptomorientierten Verfahren: EMDR setzt nicht an der Kontrolle von Reaktionen an, sondern verändert die zugrunde liegenden Verarbeitungsmechanismen. Symptome müssen dann nicht mehr „in Schach gehalten werden“, sondern verlieren ihre Funktion.
EMDR in meiner therapeutischen Arbeit
In meiner Praxis setze ich EMDR nicht isoliert ein , sondern eingebettet in ein ursachenorientiertes psychotherapeutisches Vorgehen. Die Methode kommt immer dann zum Einsatz, wenn Symptome Ausdruck fest verankerter Muster sind – unabhängig davon, um welche Symptome es sich dabei handelt.
EMDR erlaubt es, gezielt und effizient an den Stellen zu arbeiten, an denen frühere Überforderung, Ohnmacht oder Kontrollverlust im System gespeichert geblieben sind. Dadurch werden Veränderungen möglich, die nicht nur spürbar, sondern auch dauerhaft stabil sind.
Die durch EMDR erreichten neuronalen Veränderungen sind dauerhaft, weil sie nicht auf kognitiver Kontrolle beruhen, sondern auf realer neuronaler Umstrukturierung. Wenn die Verarbeitung abgeschlossen ist, besteht kein innerer Anlass mehr für das Fortbestehen von Symptomen.
Spezialform: Narratives EMDR für Kinder
Bei Kindern zeigen sich belastende Erfahrungen häufig nicht in klar benennbaren Erinnerungen, sondern in Verhalten, Affekten, Körpersymptomen oder Entwicklungsblockaden. Das Nervensystem reagiert, lange bevor Sprache, zeitliche Einordnung oder bewusste Erinnerung verfügbar sind.
Das Narrative EMDR ist eine speziell für Kinder entwickelte Form der EMDR-Therapie, die diesem Entwicklungsstand Rechnung trägt. Belastende Erfahrungen werden nicht abstrakt oder konfrontativ bearbeitet, sondern eingebettet in eine altersgerechte, speziell strukturierte Erzählform. Über sprachliche Bilder, Geschichten, Symbole und Sequenzen wird das Erlebte für das kindliche Gehirn verarbeitbar gemacht.
Auch hier steht nicht das Gespräch im Vordergrund, sondern die neuronale Verarbeitung. Durch die Kombination aus narrativer Struktur und bilateraler Stimulation, können belastende Erfahrungen schrittweise integriert werden, ohne das Kind zu überfordern oder zu retraumatisieren.
Narratives EMDR ermöglicht es dem kindlichen Nervensystem, fragmentierte und nicht integrierte Erfahrungen nachträglich zu ordnen und abzuschließen. Symptome verlieren dadurch ihre Funktion, weil die zugrundeliegenden Verarbeitungsprozesse nachgeholt werden. Auch hier entsteht dauerhafte Veränderung.
Für mehr Informationen oder Interesse an einem ersten Gespräch oder Therapieplatz erreichen Sie mich jederzeit telefonisch und über WhatsApp unter 0157 30969969 oder per mail unter brands.carolyn@gmail.com
In meinem Podcast Inside Therapie finden Sie viele weitere Infos und können Patienten hören, die von ihrem Weg zum Therapieerfolg berichten. Eine Podcast-Episode zum Thema EMDR finden Sie HIER
Spezielles Therapie-Format:
Es besteht auch die Möglichkeit, Ihr Thema in einer Kompakt-Therapie zu behandeln. In wenigen Tagen intensiver Behandlung erreichen sie in angenehmer Wohlfühlatmosphäre deutliche Erfolge, die sonst Wochen oder Monate benötigen würden. Terminstress und Alltags-Themen bleiben außen vor und Sie können unabhängig vom Therapieangebot an Ihrem Heimatort meinen besonderes Therapiekonzept in Anspruch nehmen!
