Schlafstörungen erlebt fast jeder von uns einmal. Nicht jede Schlafstörung ist behandlungsbedürftig, sehr oft legen sie sich ganz von selbst wieder nach einiger Zeit. Oft aber eben auch nicht. Was dann?
Schlafstörungen: wie sie sich zeigen
Sie sind müde. Aber sobald Sie im Bett liegen, ist Ihr Körper hellwach. Ihre Gedanken kreisen. Sie drehen sich von einer Seite auf die andere. Sie schauen auf die Uhr. Immer wieder…
Oder Sie schlafen ein und wachen nachts auf. Mega wach mit einem Schlag. Ihr Kopf springt an, als wäre es Tag…
Sie sind erschöpft, erschlagen, kaputt, mega müde – aber schlafen können Sie nicht. Irgendwann haben Sie dann angefangen, sich vor den Nächten zu fürchten…
Warum Schlaf sich nicht erzwingen lässt
Schlafen ist kein Willensakt, man kann Schlaf nicht kontrollieren. Schlaf entsteht dann, wenn Körper und Nervensystem in einen Zustand von Ruhe und Sicherheit wechseln. Genau hier liegt der Auslöser von Schlafstörungen.
Schlafstörungen und das Stresshormon-Regulationssystem
Schlafstörungen entstehen aufgrund des Status Ihres Stresshormon-Regulationssystems. Bei anhaltender Belastung und Dauerstress schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus – vor allem Cortisol und Adrenalin. Diese Hormone sollen Sie schützen in Gefahrensituationen – und unser Gehirn und Körper können zwischen realen Gefahren (das Mammut rennt hinter Ihnen her) und Alltagsstress (der Chef nervt) nicht unterscheiden. Stresshormone werden ausgeschüttet, um sie kampf – oder fluchtfähig zu machen. Sie machen wach, erhöhen Ihre Aufmerksamkeit und stellen den Körper auf maximale Anstrengungsbereitschaft ein. Also auf das krasse Gegenteil von Schlaf…
Wenn tagsüber ein Mammut hinter Ihnen her ist – sehr gut. Nachts allerdings ein Riesen-Problem.
Der Körper ist müde, will Entspannung und Erholung, das Nervensystem aber, das sich mit allen möglichen Gedanken zu „gefährlichen Themen“ beschäftigt, geht in den Alarmzustand. Klassisch beschreiben die meisten das treffend als: ich stehe dann voll unter Strom.
Warum grübelt man ausgerechnet nachts?
Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Nachts fallen alle äußeren Ablenkungen weg. Niemand mehr da, keine Aufgabe mehr, keine Kontakte. Alle anderen schlafen und man ist auf sich alleine gestellt. Das ist der Zeitpunkt, an dem Platz ist für alle Gedanken, die Sie tagsüber beiseite schieben können. Dabei sind die Gedanken, und Themen, die dann hochploppen oft nicht die Ursache, sondern nur Begleiterscheinung der Schlafstörung. Die eigentliche Ursache liegt sehr oft im unbewussten Bereich sehr viel tiefer.
Warum Schlafprobleme sich selbst verstärken
Ab einem gewissen Punkt und einem gewissen Grad an Leidensdruck entwickelt fast jeder mit Schlafstörungen die Angst vor dem Nicht-Schlafen-Können. Man geht schon in den Abend und denkt darüber nach, was man tun kann, um später einschlafen zu können. Alle möglichen Hausmittelchen werden eingesetzt und erprobt. Der Druck im Kessel steigt mit jedem Tag und dem Gedanken: Oh Gott, ich muss doch schlafen, morgen muss ich doch…schaffen…
Diese zusätzliche Anspannung, die nachvollziehbar irgendwann entsteht, aktiviert aber das Nervensystem noch mehr. Der klassische Teufelskreis beginnt und man fühlt sich immer und immer ausgelieferter und hilfloser.
Was man therapeutisch gegen Schlafstörungen tun kann?
Wichtig: Ursachen klären
Schlafstörungen können viele verschiedene Ursachen haben, auch körperlich-medizinische. Es ist deshalb sehr wichtig, sich zunächst gründlich durchchecken zu lassen auf der Suche nach den möglichen Ursachen. Das allerdings ist erst dann nötig, wenn Schlafprobleme länger als einen Monat an mehr als drei Nächten pro Woche auftreten.
Neben körperlichen Ursachen können Schlafstörungen durch jede denkbare seelische Belastung hervorgerufen und aufrechterhalten werden. Deshalb kommen sie sehr oft auch in Kombination mit anderen Symptomen vor.
Aber auch dann, wenn die Ursachen für Schlafstörungen körperlich sind, kann eine therapeutische Begleitung sehr sinnvoll sein. Schlafprobleme und Schlafstörungen lassen sich mit z.B. Hypnose und EMDR etc auch dann gut behandeln, wenn ihnen körperliche Ursachen zugrunde liegen.
Ungünstig: Schlafmittel
Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, die Sie mit den üblichen Hausmitteln nicht beheben können, dann sollten Sie möglichst nicht zu Schlafmitteln greifen. Diese sind vielleicht kurzfristig hilfreich, langfristig schaffen sie aber mehr Probleme, als sie lösen. Sie geraten mit Ihrem Schlaf immer mehr in Abhängigkeit von chemischer Unterstützung und erhöhen damit gleichzeitig das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit.
Wege zum gesunden Schlaf: Therapiemöglichkeiten
Wenn festgestellt wurde, dass es keine körperlichen Ursachen für die Schlafprobleme gibt bzw, welche körperliche Erkrankung der Schlafstörung zugrunde liegt, dann kann eine therapeutische Unterstützung starten. Es muss dann im ersten Schritt in gründlicher Ursachensuche darum gehen, die tiefen, zugrundeliegenden Faktoren aufzuspüren, um sie dann anschließend therapeutisch zu verändern und damit dauerhaft den Grund für ihre Schlafstörungen zu beheben.
Mit Hypnose, EMDR und EFT stehen Ihnen in meiner Praxis drei sehr wirksame Methoden gegen Schlafstörungen zur Verfügung, die wir miteinander kombinieren können. Auch die Verhaltenstherapie hat hilfreiche Tools zur Behandlung von Problemen rund ums Schlafen. Dabei ist es für eine Therapie egal, wie lange Ihre Probleme schon bestehen.
Die Behandlung der Schlafprobleme muss ganz individuell für Sie konzipiert werden. Der Therapieverlauf und die einzelnen Schritte werden an Ihren besonderen Gegebenheiten und den Ursachen orientiert speziell für Sie geplant. Ziel ist, dass Sie medikamentenfrei und ohne Druck gut einschlafen und durchschlafen können und am nächsten Tag gut erholt sind. Gleichgültig, wie lange Ihre Schlafprobleme bereits bestehen, ist dies ein erreichbares Ziel für erheblich mehr Lebensqualität.
Für mehr Informationen oder Interesse an einem ersten Gespräch oder Therapieplatz erreichen Sie mich jederzeit telefonisch und über WhatsApp unter 0157 30969969 oder per mail unter brands.carolyn@gmail.com
In meinem Podcast Inside Therapie finden Sie viele weitere Infos und können Patienten hören, die von ihrem Weg zum Therapieerfolg berichten
Spezielles Therapie-Format:
Es besteht auch die Möglichkeit, Ihr Thema in einer Kompakt-Therapie zu behandeln. In wenigen Tagen intensiver Behandlung erreichen sie in angenehmer Wohlfühlatmosphäre deutliche Erfolge, die sonst Wochen oder Monate benötigen würden. Terminstress und Alltags-Themen bleiben außen vor und Sie können unabhängig vom Therapieangebot an Ihrem Heimatort meinen besonderes Therapiekonzept in Anspruch nehmen!
