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Seelische Verletzungen können heilen

Ein Psychotrauma ist eine seelische Wunde, die auf einzelne oder mehrere belastende Ereignisse außerhalb der menschlichen Erfahrungsnorm zurückgeht. Solche traumatischen Ereignisse lösen ein Erleben von Ohnmacht, intensiver Furcht und Entsetzen aus, überfordern die Verarbeitungsmöglichkeiten des Betroffenen und bewirken in der Folge eine dauerhafte Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses.

Am Beginn der Traumabehandlung stehen ausführliche Diagnostik und Traumanamnese, die neben der Erhebung traumatischer Ereignisse die Suche nach verdeckten und offensichtlichen Traumasymptomen beinhaltet und die Identifikation symptomauslösender Hinweisreize ermöglicht.

Stabilisierung

Unter Einsatz unterschiedlichster traumaspezifischer Techniken ist die Stabilisierung auf körperlicher, sozialer und psychischer Ebene der erste Schritt der eigentlichen Behandlung. Mit der Stabilisierung ist für 95% der Traumabetroffenen der Behandlungsprozess abgeschlossen. Stabilisierung beinhaltet die Vermittlung und das Einüben von Techniken zur Distanzierung von belastenden Erinnerungen, Kontrolle der durch das Trauma ausgelösten Symptome (z.B.Flachbacks) und zur Entspannung und Selbsttröstung in angstauslösenden und emotional belastenden Situationen.

Ziel der Stabilisierungsphase ist es, in Abgrenzung zu der durch das Trauma erlebten Hilflosigkeit und Ohnmacht, das Erleben von Selbstwirksamkeit und eigener innerer Stärke zu etablieren.

Explikation

Für einige Klienten ist nach der erfolgreichen Stabilisierung eine Explikation der Geschehnisse hilkfreich und nötig. dabei kann das Erlebte noch einmal aus sicherer Distanz betrachtet und neu bewertet werden.

Integration

Die traumazentrierte Behandlung findet ihren Abschluss in der Integrationsphase, in der es darum geht, die erlebten Traumata und ihre Folgen in den eigenen lebensgeschichtlichen Kontext einzubinden und integralen Bestandteil des eigenen Selbst- und Weltbildes werden zu lassen.